Musik- und Kongresshalle Lübeck - 7. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck


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7. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck

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7. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck

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  • Mo 08.05.2017 19:30
  • -
  • Konzert

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck
7. Sinfoniekonzert – Reif in der Frühlingsnacht
Ryusuke Numajiri, Dirigent; Arabella Steinbacher, Violine

Alban Berg (1885–1935) Violinkonzert – „Dem Andenken eines Engels“
Gustav Mahler (1860–1911) - Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Es ist die Gabe der Musik, in den existentiellen Momenten des Lebens, in denen die Sprache an ihre Grenzen stößt, das Unsägliche auf anderer Ebene ausdrücken zu können. So auch im Falle des Violinkonzertes von Alban Berg, das aus der Erschütterung über den Tod der 18-jährigen Manon Gropius, der Tochter Alma Mahlers aus ihrer Ehe mit dem Architekten Walter Gropius, entstand. Das Konzert, das Berg 1935 innerhalb weniger Monate komponierte, trägt den Titel „Dem Andenken eines Engels“ und zeichnet eindringlich das kurze Leben der in der Blüte der Jugend durch Kinderlähmung dahingerafften Manon nach. So lässt Berg im ersten Satz eine Kärntner Volksweise anklingen, die auf seine erste Begegnung mit Manon in Kärnten verweist, während im folgenden Allegretto die unbeschwerte Lebensfreude der Jugend hörbar wird. Die Plötzlichkeit des Todes bricht im zweiten Satz mit dem Thema das Chorals „Es ist genug“ herein, das Berg aus der Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ von Johann Sebastian Bach entlehnte. Das Konzert, das zu den ergreifendsten Werken der Violinliteratur zählt, ist mittlerweile aus den Konzertsälen nicht mehr wegzudenken.

Der Wechsel zwischen lebensbejahendem Optimismus und Todesahnung, die sich wie Reif in der Frühlingsnacht herabsenkt, charakterisiert auch die Erste Sinfonie von Gustav Mahler, die 1889 in Budapest als „Sinfonische Dichtung in zwei Teilen“ uraufgeführt wurde, bevor sie ab 1896 als Sinfonie in D-Dur erschien. Wie in seinen drei folgenden Sinfonien hat Mahler hier eigene Liedvertonungen aufgegriffen, die das Grundgerüst der Sinfonie bilden: Die Melodie des Liedes Ging heut morgen übers Feld aus den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ entfaltet sich im ersten Satz mit der freudigen Atmosphäre eines strahlenden Frühlingsmorgens, der im Text des Liedes beschrieben wird, bevor die Stimmung jäh kippt und den letzten Vers des Liedes widerspiegelt: „Nun fängt auch mein Glück wohl an? / Nein, nein, das ich mein’ / Mir nimmer blühen kann!“ Ausdruck einer laut Mahler „bald ironisch lustigen, bald unheimlich brütenden Stimmung“ ist der Leichenzug des Jägers, der im dritten Satz von den Tieren des Waldes zu Grabe getragen wird; Anregung hierfür war ein Bild in einem alten Kinderbuch. Anschließend erklingt die zarte Melodie eines weiteren Liedes, nämlich die tröstliche Vision vom Lindenbaum aus Die zwei blauen Augen, unter dem das Ich ewige Ruhe zu finden hofft – worauf der „plötzliche Ausbruch der Verzweiflung eines im Tiefsten verwundeten Herzen“ folgt. In dieser Ersten Sinfonie ist bereits der unverwechselbare Mahlersche Ton ausgeprägt, vom Wechsel zwischen Tragik und Groteske bis hin zur grandiosen Apotheose des letzten Satzes.

Mit freundlicher Unterstützung der Philharmonischen Gesellschaft Lübeck/Lübecker Philharmoniker e. V.

Veranstalter: Theater Lübeck

Karten gibt es im Vorverkauf für 18,60 € bis 36,20 € inkl. Vvk-Gebühren bei tips&TICKETS und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Einführungen für das Konzertpublikum finden eine Stunde vor Konzertbeginn statt.