Musik- und Kongresshalle Lübeck - 9. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck


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9. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck

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9. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck

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  • So 16.07.2017 11:00
  • Konzertsaal
  • Konzert

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck
9. Sinfoniekonzert – Über die Grenze
Ryusuke Numajiri, Dirigent; Giampiero Sobrino, Klarinette; Chor des Theater Lübeck, Ltg.: Jan-Michael Krüger und Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg, Ltg.: Gabriele Pott

Emmanuel Chabrier (1841–1894) – „Marche joyeuse“
Jean Françaix (1912–1997) – „Tema con variazioni“ für Klarinette und Orchester
Claude Debussy (1862–1918) – „Premiere Rhapsodie“ für Klarinette und Orchester
Maurice Ravel (1875–1937) – „Daphnis et Chloé”

Einen Blick über Landes- und Gattungsgrenzen hinweg gestattet dieses Programm mit Musik unserer französischen Nachbarn. Vier verschiedene Komponisten geben sich hier ein Stelldichein, doch allen gemein ist die Tradition des französischen Impressionismus, als dessen Wegbereiter Emmanuel Chabrier gilt. In Deutschland wenig bekannt, ist er manchen durch seine Oper „L’Étoile“ und durch sein wohl populärstes Werk, der temperamentvollen Rhapsodie „Espana“ ein Begriff. Ebenso lebenslustig und amüsant geht es in seiner Komposition „Marche joyeuse“ zu, die ursprünglich als Rondo für Klavier zu vier Händen geschrieben wurde. Der flotte Marsch voll raffinierter Anspielungen und erheiternder Wiedererkennungseffekte wurde 1888 in Paris in der Fassung für Orchester unter Leitung des Komponisten selbst uraufgeführt.

Während Chabrier dem Impressionismus den Weg ebnete, der dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Debussy und Ravel beschritten wurde, führte Jean Françaix die impressionistische Tradition bis in die zweite Jahrhunderthälfte fort. Nicht von ungefähr instrumentierte er auch mehrere Stücke von Chabrier. Seine Werke zeichnen sich durch französischen Charme und tänzerische Unterhaltsamkeit aus: In dieser Hinsicht folgte er dem Anspruch des „Faire plaisir“, des Freudemachens, das Claude Debussy als höchstes Ziel der französischen Musik vorgegeben hatte. Das „Tema con variazioni“ schrieb er 1974 als Prüfungsstück für das Pariser Konservatorium. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den Solisten, der mit diesem Stück sein ganzes virtuoses Können unter Beweis stellen kann.

Ebenfalls als Prüfungsstück entstand die „Premiere Rhapsodie“ von Claude Debussy, die 1911 erstmals öffentlich aufgeführt wurde. Da Debussy 1909 in die Prüfungskommission der Bläser berufen worden war, sah er sich in dieser Funktion verpflichtet, entsprechende Stücke zu komponieren. Mit der „Premiere Rhapsodie“ für Klarinette lotet Debussy denn auch alle klanglichen Möglichkeiten des Instrumentes aus und spielt auf die für ihn typische Weise mit Klangfarben und Rhythmen. Das Werk war so erfolgreich, dass Debussy die ursprüngliche Klavierfassung für Orchester umarbeitete und das Stück bald in der ganzen Welt aufgeführt wurde. Chabrier und Debussy übten ihrerseits großen Einfluss auf jüngere Musiker ihrer Zeit aus, darunter Maurice Ravel, der nach eigenen Worten von keinem anderen Komponisten so nachhaltig geprägt wurde, wie von Chabrier. Mit dem Ballett „Daphnis et Chloé“ nach dem antiken griechischen Liebesroman, ein Werk, das er für die berühmten Ballets Russes von Sergej Diaghilew und Michail Fokin schrieb, schuf Ravel die großartigste seiner Partituren, die neben 15 verschiedenen Schlaginstrumenten und einer Windmaschine auch einen ganzen Chor erfordert. Für Igor Strawinsky war „Daphnis et Chloé“ „nicht nur eines der besten Werke Ravels, sondern auch eines der schönsten Erzeugnisse der französischen Musik überhaupt.“

Veranstalter: Theater Lübeck

Karten gibt es im Vorverkauf für 18,60 € bis 36,20 € inkl. Vvk-Gebühren bei tips&TICKETS und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Einführungen für das Konzertpublikum finden eine Stunde vor Konzertbeginn statt.

Die musikalische Kinderbetreuung findet in Kooperation mit der Musik- und Kunstschule Lübeck und mit freundlicher Unterstützung der Orchesterfreunde e.V. statt.