an evening with
James Rhodes /// abgesagt
präsentiert von Karsten Jahnke

Di 26.11.2019

Aufgrund unvorhergesehener Umstände werden die bevorstehenden Termine der Tournee 2019 von James Rhodes verschoben. Wir bedauern dieses sehr! Bereits erworbene Tickets können dort, wo sie gekauft wurden, zurückgegeben werden.

Der neue Tourneezeitraum wird in 2021 liegen und mit der Veröffentlichung von „Instrumental“, der Kino-Verfilmung von James Rhodes Biographie, einhergehen. Regie führte Oscar-Preisträger James Marsh (Man on Wire, Theory of Everything), die Rolle von James Rhodes verkörpert Schauspieler Andrew Garfield. Über neue Tourneetermine informieren wir Sie, sobald diese bekannt sind.

 

An evening with James Rhodes
präsentiert von Karsten Jahnke

Ludwig van Beethoven - Sonata No. 15 Op. 28 „Pastoral“
Frédéric Chopin - Nocturne No. 13 in C-Moll, Op. 48–1
Frédéric Chopin - Scherzo n. 2 in B-Moll, Op. 31
Johann Sebastian Bach (F. Busoni) - Toccata, Adagio und Fuge in C-Dur, BWV 564

James Rhodes ist anders als andere Konzertpianisten. Selbst in einer Welt, in der sich klassische Musiker immer mehr zu extrovertierten Weltstars mausern, ist der Brite eine Ausnahmeerscheinung. Längst hat er auf der Bühne Frack und Fliege gegen T-Shirt und Turnschuhe getauscht. Dazu trägt er einen Dreitagebart und eine Hipsterbrille und hat sich den Namen Sergei Rachmaninovs in kyrillischen Buchstaben auf den rechten Unterarm tätowieren lassen.

Wirklich schockierend dürfte allerdings seine eigene Geschichte sein. In seiner Autobiografie „Der Klang der Wut‘‘ beschreibt er, wie er bereits als Siebenjähriger von seinem Sportlehrer vergewaltigt wurde, wie er Scham empfand, wie er in späteren Jahren dadurch abstürzte, Selbstmordversuche unternahm und in der Psychiatrie ruhiggestellt wurde. Aber auch, wie ihm die klassische Musik das Leben rettete: Es war ein Stück von Johann Sebastian Bach, das Konzert Nr. 3 d-Moll BWV 974. „Wenn etwas so Starkes, so Schönes existieren kann‘‘, sagt Rhodes, „dann kann ja nicht alles schlecht sein. Da sagte ich mir: Okay, ich mach‘ noch ein bisschen weiter.‘‘ Der Bayerische Rundfunk schrieb, dass es „ohne Zweifel das verrückteste Buch über die Segnungen der klassischen Musik [sei], das je geschrieben wurde.“

Und er spricht über das, was er da spielt, in einem rotzigen Ton, ungeschminkt und voller Aufrichtigkeit. Es spricht auch über sein Leben. Und über die Schönheit der Musik, die lange Zeit seine einzige Freundin war. James Rhodes ist wirklich anders als alle anderen, er hat etwas zu erzählen, und gewinnt neben der Musik auch als Autor zunehmend an Profil: In seinem neuen Buch „Fire On All Sides“, das im August 2018 erschienen ist, erzählt Rhodes genauso packend, anrührend und ehrlich wie in seinem Debut, von seinem Weg aus dem Trauma.

Veranstalter: Musik- und Kongresshalle Lübeck

Karten gibt es im Vorverkauf von 31,75 € bis 55,40 € inkl. Vvk-Gebühren bei tips&TICKETS und allen bekannten Vorverkaufsstellen. Programmänderungen vorbehalten.

Foto: Jose Gutiérrez

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