NDR Elbphilharmonie Orchester
3. Sinfoniekonzert
NDR Elbphilharmonie Orchester
3. Sinfoniekonzert
Fabio Luisi, Dirigent; Francesco Piemontesi, Klavier; NDR Elbphilharmonie Orchester
Antonín Dvořák – Klavierkonzert in g-Moll op. 33
Johannes Brahms – Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
"Sì, sì, andiamo al concerto!" möchte man ausrufen, wenn sich der italienische Star-Dirigent Fabio Luisi und der schweizerisch-italienische Ausnahmepianist Franceso Piemontesi den zwei Komponisten-Kollegen und Freunden Johannes Brahms und Antonín Dvořák widmen.
"Ich fürchte, sie schmeckt nach dem hiesigen Klima - die Kirschen werden hier nicht süß", kündigte der gebürtige Hamburger Brahms seine Vierte Sinfonie in e-Moll an. Dabei entstand sie immerhin im österreichischen Mürzzuschlag, nur rund 900 km nordöstlich von Fabio Luisis Geburtsstadt Genua. Vielleicht nicht "süß", aber sehr wohl "reif" war ihm das Stück dennoch geraten! Alles wirkt, als wollte der Komponist in seiner letzten Sinfonie gewissermaßen die Summe seiner eigenen wie auch der historisch gewachsenen kompositorischen Mittel des Abendlandes ziehen.
"Das Beste, was ein Musiker haben muss, hat Dvořák." Mit diesen Worten hatte Brahms einst einen bis dato außerhalb seiner Heimat völlig unbekannten Prager Kollegen an seinen international agierenden Verleger empfohlen - und Dvořák damit das Tor zur Weltkarriere geöffnet. 1876 kurz nach den von Brahms derart gerühmten "Klängen aus Mähren" entstanden, stammt das Klavierkonzert des Tschechen genau aus dieser aufregenden Durchbruchs-Phase mit betont "slawischer" Musik. Dennoch gehört es heute zu den weniger präsenten Werken auf unseren Konzertbühnen. Möglicherweise fehlte manchem Pianisten die Möglichkeit zu virtuoser solistischer Entfaltung. Die hatte der gelernte Bratscher und passable Organist Dvořák zu Gunsten des gleichberechtigten Orchesterparts etwas in den Hintergrund treten lassen.
Aber Francesco Piemontesi ist ohnehin kein Mann für die große Tastenlöwen-Show. Er sucht stets auch nach den poetischen, intimen Zwischentönen der Musik - und ist damit bei Dvořák goldrichtig! In der Mitte seines Klavierkonzerts steht ein kontemplativer Satz, dessen Dialog zwischen Horn und Klavier durchaus in die Klangwelt von Brahms entführt.
Einführungen für Konzertbesucher:innen finden eine Stunde vor Konzertbeginn statt.
Veranstalter: Norddeutscher Rundfunk, Hamburg
Die Abobestellungen starten am 05.05.2026. Der Kartenvorverkauf startet am 19.05.2026.
Copyright: Camille Blake